Stationäre Massnahmen

Die Stationäre Massnahme, im StGB als Art. 59 ff. aufgeführt, bedeutet, dass ein Gefangener während der Verbüssung seiner Strafe – und tragischer weise auch weit darüber hinaus – dazu gezwungen wird, sich einer forensischen therapeutischen Behandlung zu unterziehen. Der präventive Freiheitsentzug – dieser Zwang bis weit nach der Strafverbüssung – dieses weiterhin andauernde Einsperren ohne Strafe, welches aber trotzdem unter einem Strafregime durchgeführt wird, ist ein radikal unmenschlicher Faktor in diesem ganzen sogenannten Hilfsangebot des Staates Schweiz, welches den Wert einer euphemisch „Hilfe” genannten Zwangsmassnahme vollständig ins Negative verkehrt. Dies veranlasst uns auch, uns Überlegungen und Anderungen für die Zukunft auszudenken und später zu propagieren. Die Stationäre Massnahme ist, wie schnell nach ihrer Einführung 2007 zu erkennen war, weit am Ziel vorbeigeschossen. Ging Herr Prof. Dr. Günter Stratenwerth in seiner Ausarbeitung des Gesetzentwurfes vor 2007 noch von etwa 5 Betroffenen jährlich aus, so wurden es nach Einführung des StGB schnell Hunderte, die mit dem Urteil Stationäre Massnahme beehrt wurden – eine äusserst inflationäre Entwicklung. Hunderte bis heute Tausende wurden als “schwer psychisch gestört” taxiert und müssen somit gesetzlich zwangstherapiert werden – egal, ob die Therapie sinnvoll ist oder eben nicht. Nur ein Beispiel: Einen Homosexuellen therapieren zu wollen, ist etwa so erfolgreich wie einer Ente therapeutisch beibringen zu wollen, sie sei jetzt ein Pferd. Ebenso ergeht es anderen Gefangenen mit ihrer „schweren psychischen Störung” einer sexuellen Devianz, welche zwar im aktuellen „ICD- oder DSM-IV Ratgeber” als Störung aufgeführt ist, wobei gleichzeitig klar ist, dass es für sexuelle Devianzen keine Heilung gibt. Ist es nun sinnvoll, diesen Devianten Jahre- und Jahrzehntelang zu therapieren mit dem zu erwartenden Ergebnis, dass er gar nie geheilt bzw. austherapiert sein kann? Ist es sinnvoll, in diese eine forensische Psychotherapie Millionen von Franken zu stecken (kurzes Rechenbeispiel: ca. Fr. 600.- täglich während 136 Monaten bzw. während 4080 Tagen ergibt Fr. 2’448’000 – also 2 1/2  Millionen – alleine nur Pensionskosten, zahlbar durch den verurteilenden Kanton, zusätzlich Transportkosten, Sozialhilfegelder, Gerichtskosten, Anwaltskosten etc. – Danke Kanton Bern 🙂 , nur um der Gesellschaft mit
Euphemismus das Bild vorzugaukeln, sie sei nun sicher, weil eben „dieser und andere” forensisch therapiert sind? Stationäre Massnahme – das ist heute eine Industrie geworden. Eine Industrie, mit der dem Volk viel Geld aus der Tasche gezogen werden kann und welches viele neue Staatsangestellte inkl. sehr sehr vieler Psychotherapeuten und vor allem Psychotherapeutinnen gut verdienen lässt, noch dazu an einen unkaputtbaren Arbeitsplatz. Wir nennen das: *Dem Volk Sand ins Auge gestreut*, aber das kann ja jeder nennen wie er will.